Es ist endlich soweit und die Sonne kommt bei uns zumindest tageweise hinter den Wolken hervor.
Das passt wunderbar zu den steigenden Temperaturen und bewegt mich immer öfters weg von den heimischen Trainingsgerätschaften hin zum Outdoor Sport.
Da strahlt dann in der frischen Luft nicht nur die Sonne sondern auch ich selbst und das trotz eines nervigen gefühlten Dauerlockdowns.
Klar würde ich gerne mal wieder im Aussenbereich eines Restaurants sitzen oder Schwimmen. Vom hoffentlich nur verschobenen Triathlon brauchen wir gar nicht zu reden.
Du kannst Dir vorstellen wie das grade schmerzt.
Und mal wieder das Gefühl zu haben das Land und die Arbeitswelt können wieder einen Gang hochschalten wäre auch nett.
Und mit ein Bisschen Frühlings Swing lässt sich die ganze Misere besser ertragen.
Diese und viele andere schöne Gedanken nahm ich mit auf einen beschwingten Ruhe- bzw. Regenerationslauf zu den ersten Sonnenstrahlen.
Bereits auf den ersten Kilometern merkte ich, dass es gut lief beziehungsweise fühlte sich das laufen an wie ein entspanntes gleiten.
Ich hatte zugegebenermaßen letzte Woche gerade Pausenwoche - siehe „mein Training“ - und da ist die erste Woche dannach immer nett vom Körpergefühl her.
Zu meiner Überraschung war die Natur schon fleißig und es gab kaum noch einen Ast, an dem nicht etwas grünes sprießt. Der Frühling ist also definitiv eingeleitet!
So entschied mich spontan für eine sehr schöne Laufstrecke durch die Natur, was in Berlin natürlich nicht selbstverständlich ist.
Aber irgendwo bei Kilometer vier machte ich den Fehler zu entscheiden ich könnte ja auch ein Bisschen weiter laufen. Und Tempo raus nehmen müsse ich ja auch nicht, fühlt sich ja richtig gut an.
Auf der naturnahen Laufstrecke über Lübars und das Fließtal gibt es immer wieder die Möglichkeit auf direktem Wege nach Hause abzuzweigen. Leider dann durch die Asphaltschluchten Berlins.
Oder aber einen schönen Weg zu wählen, der dann aber jeweils die Strecke bis ins Unendliche erweitert.
Du kannst Dir vorstellen, wie das Ganze mit guter Tagesform bei herrlichstem Wetter ausgegangen ist.
Es gab eine mehrminütige Fotopause nach etwa einer halben Stunde für den Blog und ansonnsten viel Weite. Irgendwann war ich vollgesogen mit schönen Bildern sowie tollen Gefühlen und hatte 16 Kilometer auf der smarten Uhr gesammelt.
Das markiert bereits meine Bestleistung seit mehr als acht Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Tempo immer noch irgendwo in der Nähe der anaeroben Schwelle gehalten.
Leider zeigte der Blick auf die Uhr neben der gelaufenen Strecke ebenfalls, dass ich einen gewissen Zeitdruck hatte um noch rechtzeitig zu einem Termin zu kommen. Ich hatte einfach die Zeit vergessen!
In solchen Situationen visualisieren ich gerne die letzten Kilometer meines ersten Volkstriathlon.
Damals war ich völlig im Eimer und bin an der absoluten Krampfgrenze gerannt.
Allein der Gedanke daran macht mich regelmäßig ein halbes km/h schneller.
Diese Macht der Erinnerungen ist einer der Hauptgründe, für die ich Wettkämpfe schätze.
Am Ende zeigte der Tag trotz Fotostopp und einer zweiten unfreiwilligen Pause an einer wirklich langen Ampelphase ein 18,75 km Training mit einer 5:50er Pace.
Das passt irgendwie überhaupt nicht zu meiner Trainings Philosophie die langen Einheiten und Schnelligkeit getrennt zu trainieren.
Und heute am Tag dannach begleitet mich ein dumpfes Ziehen der Rumpfmuskulatur. Es ergänzt sich schön mit dem Muskelkater im Oberkörper aus dem Krafttraining von Vorgestern. Alles schreit nach Ruhetag!
Vielleicht mach‘ ich den auch.
Schön war‘s jedenfalls allemal. Wilkommen im Frühling...
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km-Fresser (Samstag, 27 März 2021 11:19)
Weiter so! Interessante Geschichte bei Dir...